Finanzämter in Deutschland Suche nach Öffnungszeiten, Zuständigkeiten & Kontaktdaten

Auf diesen Seiten finden Sie alle Finanzämter in Deutschland (Quelle: Bundeszentralamt für Steuern) und können für jedes Amt folgende Daten nachschlagen:

  • Adresse (Strasse, Postleitzahl & Ort)
  • Öffnungszeiten
  • Kontaktdaten (E-Mail, Telefon, Fax & Webseite)
  • Bankverbindung (Kontonummer, Bankleitzahl, IBAN & BIC)
  • Zuständigkeit (Postleitzahlen)

Zuständigkeiten gegliedert nach Postleitzahlen

Sowohl für normale Arbeitnehmer als auch für Kapitalgesellschaften und Einzelunternehmen ist jeweils das örtliche ansässige Finanzamt (abhängig von der PLZ) zuständig.

Zuständigkeit ermitteln

Zuständiges Finanzamt finden

Welches Finanzamt in Deutschland für Sie zuständig ist, hängt in der Regel von der Postleitzahl Ihres Wohnortes ab.

Durch die einfache Eingabe einer Postleitzahl lässt sich das zuständige Finanzamt (inkl. Adresse, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Finanzamtsnummer usw.) ermitteln.

Finanzämter und Steuern in Deutschland Häufig gestellte Fragen und Antworten

Welche Aufgaben haben Finanzämter in Deutschland?

Innerhalb der Finanzverwaltung sind die örtlichen Finanzämter in Deutschland gleichzeitig deren unterste Behörden. Für Gewerbetreibende, Unternehmer, Bürger und Arbeitnehmer sind die Finanzämter Ansprechpartner für sämtliche Belange der Finanz- und Steuerverwaltung.

In ihrer Gesamtheit bilden die verschiedenartigen Steuern die Haupteinnahmequelle von Bund, Ländern und Gemeinden, also der öffentlichen Hand. Die Finanzverwaltung, auch als Steuerverwaltung bezeichnet, setzt Höhe und Art der zu entrichtenden Steuern von Bürgern und Unternehmen fest.

Die örtlichen Finanzämter sind den jeweiligen Landesfinanzbehörden der Bundesländer, diese wiederum dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt.

Zuständig für den einzelnen Bürger ist immer das örtlich ansässige Finanzamt des Wohnorteinzugsbereiches

Das Ortsprinzip gilt auch für Kapitalgesellschaften oder Einzelunternehmen.

Steuerpflichtig gegenüber den Finanzämtern ist jeder, der ein eigenes Einkommen erzielt. Demzufolge hat jeder Steuerpflichtige eine sogenannte Steuererklärung abzugeben. Anhand der Angaben in dieser Erklärung stellt das Finanzamt fest, ob eine Steuerpflicht besteht oder nicht. Eine Steuerpflicht besteht bei Arbeitnehmern beispielsweise nur dann, wenn das Jahreseinkommen den gesetzlich festgelegten Freibetrag übersteigt.

Wofür ist das Finanzamt nicht zuständig?

Das Finanzamt erfüllt eine Reihe von Aufgaben im Bereich der Umsatz- und Einkommenssteuer. Allerdings gibt es auch diverse Belange, bei denen man sich an andere Behörden wenden muss, da das Finanzamt nicht zuständig ist.

Das Finanzamt ist nicht für die Erhebung von Tabaksteuer, Energiesteuer, Alkopopsteuer, die Stromsteuer und andere Verbrauchersteuern verantwortlich. Auch Steuern, die nur in bestimmten Bundesländern erhoben werden, bearbeitet das Finanzamt nicht.

Das Finanzamt erhebt keine Zölle

Darüber hinaus werden vom Finanzamt keine Zölle erhoben und auch andere Belange im Bereich der Ein- und Ausfuhr von Waren werden nicht bearbeitet. Dafür ist grundsätzlich das Auswärtige Amt zuständig.

Zuletzt ist das Finanzamt nicht dafür zuständig, Auskünfte über Daten (Steuernummern, eingetragene Kaufleute) aus dem Handelsregister zu geben.

Welche Steuern gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es eine Reihe von Steuern. Neben bekannten Steuern wie der Grundsteuer und der Einkommenssteuer gibt es auch einige Steuern, über deren Existenz sich viele Menschen gar nicht bewusst sind.

Steuern, die wohl jeder kennen dürfte, sind etwa die Einkommenssteuer, die Grundsteuer, die Hundesteuer, die Kirchensteuer, die Lohnsteuer oder auch die Körperschaftssteuer. Darüber hinaus existieren jedoch noch zahlreiche weitere Steuern. Dazu gehören beispielsweise Energiesteuer, Getränkesteuer, Gewerbesteuer, Kinosteuer und KFZ-Steuer.

Auch Rennwetten, Schaumwein, Kaffee, Erbschaften und Branntwein werden versteuert. Darüber hinaus gibt es in Deutschland noch die Mineralölsteuer und die Ökosteuer.

Jagd- und Fischereisteuer, Biersteuer, Börsenumsatzsteuer und Feuerschutzsteuer sind weitere Steuern, die erhoben werden. Einige der genannten Steuern existieren nur noch in bestimmten Städten. Dazu gehört auch die Lustbarkeitssteuer, welche nach und nach abgeschafft wird. Zuletzt gab es zwischen 1948 und 1956 das Notopfer Berlin, eine Steuermarke der Post.

Welche Steuern betreffen nur Privatpersonen?

1. Personensteuer versus Sachsteuer

Personensteuern sind Steuern, zu denen einzelne Personen nach bestimmten sachlichen Merkmalen herangezogen werden, wobei persönliche Verhältnisse in einem nach dem Zweck der einzelnen Steuer unterschiedlich starken Umfang berücksichtigt werden. Sie sind grundsätzlich nicht abzugsfähig.

Sachsteuern sind Steuern, die auf einzelne Gegenstände lasten, wobei die persönlichen Verhältnisse derer, denen diese Gegenstände zuzurechnen sind, keine Rolle spielen.

2. Einkommensteuer als wichtigste Personensteuer

Jede natürliche Person wird mit ihrem Einkommen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zur Steuer herangezogen. Deshalb werden bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage bestimmte personen- und sachbezogene Verhältnisse des Steuerpflichtigen berücksichtigt.

Folgende sieben Einkunftsarten werden im Einzelnen unterschieden:

2.1. Einkünfte aus Land- und Fortwirtschaft,
2.2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
2.3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit,
2.4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,
2.5. Einkünfte aus Kapitalvermögen,
2.6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
2.7. Sonstige Einkünfte.

Die Ziffern 2.1. bis 2.3. gehören zu den Gewinneinkünften und die Ziffern 2.4. bis 2.7. zu den Überschusseinkünften.

3. Vermögensteuer als abgeschaffte Personensteuer

An persönlichen Verhältnissen werden Familienstand, Zahl der Kinder, Alter, Erwerbsfähigkeit, Höhe und Art des Vermögens berücksichtigt. 1995 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass eine unterschiedliche steuerliche Belastung von Grundbesitz und sonstigem Vermögen mit Vermögensteuer dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes widerspricht. Seit 1997 wird die Vermögensteuer deshalb nicht mehr erhoben.

Welche besonderen Steuern gibt es für Unternehmen?

Unternehmen zahlen in Deutschland vor allem Steuern auf den Gewinn (Ertragssteuern). Je nach der Rechtsform des Unternehmens werden die Ertragssteuern unterschiedlich bezeichnet.

Die Ertragssteuer der Kapitalgesellschaften, also der GmbH und Aktiengesellschaft, ist die Körperschaftssteuer. Der Steuersatz beträgt aktuell 15 Prozent und ist vom Unternehmen zu tragen. Wenn die Gewinne an die Aktionäre oder Gesellschafter ausgeschüttet werden, fällt bei den Anteilseignern Kapitalertragssteuer an. 2013 belief sich die Körperschaftssteuer auf 19,5 Mrd. Euro.

Bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften (z. B. KG oder OHG) fällt keine Körperschaftssteuer beim Unternehmen an. Die auf den Unternehmer oder Gesellschafter entfallenen Gewinnanteile werden in der Einkommenssteuererklärung deklariert und unterliegen dem persönlichen Steuersatz des Unternehmers oder Gesellschafters.

Sofern es sich um einen Gewerbebetrieb handelt, fällt neben der Einkommens- oder Körperschaftssteuer als zusätzliche Ertragssteuer die Gewerbesteuer an. Die Höhe der Gewerbesteuer wird von der Gemeinde festgelegt und ist eine wichtige Einkommensquelle der Gemeinden.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Die Steuererklärung bringt unter Umständen einige finanzielle Vorteile mit sich, muss allerdings nicht von jedem abgegeben werden. Verpflichtet sind hauptsächlich Personen, die einen bestimmten Verdient überschreiten.

Grundsätzlich muss jede Person, die mehr als 8.354 Euro einnimmt und jedes Ehepaar, das zusammen mehr als 16.708 Euro Verdienst hat, eine Steuererklärung abgeben.

Auch, wenn das Finanzamt Freibeträge eingetragen hat oder die Steuerklasse III oder V vorliegt, muss das Formular ausgefüllt werden. Ebenso, wenn neben dem Gehalt weitere Einkünfte wie Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld bestehen, die 410 Euro überschreiten.

Wer sich scheiden lässt und im selben Jahr wieder heiratet, ist ebenfalls zur Abgabe einer Steuerklärung verpflichtet. Erhält man von mehreren Arbeitgebern Lohn, ist es unter Umständen auch notwendig, eine Steuerklärung auszufüllen. Hier zählt die Summe und ob der Lohn pauschal versteuert wurde.

Steuererklärung für Rentner

Rentner müssen dann eine Erklärung ausfüllen, wenn die Rente mehr als 1.500 Euro beträgt.

Muss eine Steuererklärung auf Papier abgegeben werden?

Für die Steuererklärung müssen jedes Jahr viele Formulare abgegeben werden. In der Vergangenheit erhielten die Bürger die amtlichen Formulare meist direkt von den Finanzämtern. Doch die Zeiten der Steuererklärung auf Papier neigen sich dem Ende zu, denn ELSTER, die elektronische Steuererklärung ist auf dem Vormarsch. Viele Steuerzahler geben bereits heute die jährliche Einkommens- oder Lohnsteuererklärung samt Anlagen elektronisch ab.

Zur Abgabe einer elektronischen Steuererklärung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten

Auf den Seiten der Finanzverwaltung ist die kostenlose Software ElsterFormular für Windows-PCs erhältlich. Da die Daten auch auf dem PC gespeichert werden, können viele Eckdaten im nächsten Jahr automatisch übernommen werden.

Wer ein anderes Betriebssystem hat oder keine Finanzamts-Software auf dem PC installieren möchte, kann die elektronische Steuererklärung auch via Internet unter der Adresse www.elsteronline.de abgeben. Dazu ist eine vorherige Registrierung notwendig.

Fazit: Die elektronische Steuererklärung spart viel Zeit, vermeidet unnötige Fehler und schont die Umwelt.

Kann man die Steuererklärung irgendwann nur noch elektronisch abgeben?

Seit dem 1. Januar 1999 gibt es die Elektronische Steuererklärung (ELSTER). Von diesem Schritt in die richtige Richtung profitieren alle Beteiligten - die Finanzämter, die Steuerberater, die Unternehmen und der deutsche Bundesbürger. Diese automatisierte Dateneingabe und -verarbeitung hilft allen Beteiligten, Zeit und Kosten zu sparen. Da auch immer mehr Menschen mit dem Computer und dem Internet umgehen können, wird der Prozentsatz der Menschen steigen, die ihre Steuererklärung mit Hilfe von ELSTER ausfüllen.

Diese einfache, elektronische Form der Übermittlung der Einkommensteuererklärung erleichtert es gerade auch Berufstätigen und Pensionären, die wenigen Zeilen auszufüllen und abzuschicken. Das Ausdrucken und schriftliche Zusenden mit Unterschrift entfällt deshalb nicht, denn noch kann im steuerrechtlichen Sektor nicht auf eine handschriftliche Unterschrift verzichtet werden. Aktuell muss diese auf dem Postwege nachgereicht werden.

Ich möchte meine Steuererklärung online abgeben, wie kann ich dies tun?

Der einfachste Weg, die Steuererklärung online abzugeben, ist mit dem kostenlosen Programm ELSTER (ELektronische STeuer-ERklärung) gegeben. Dieses Programm wird von den Finanzämtern der einzelnen Bundesländer in den jeweilig geltenden Versionen als CD oder per Download zur Verfügung gestellt.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung via ELSTER steht eine umfangreiche Hilfefunktion zur Verfügung. Vor Abgabe der Erklärung erfolgt eine Plausibilitätsprüfung, um Irrtümer und Widersprüche auszuschließen. Einzureichende Belege und ein unterschriebener Ausdruck sind auf dem Postweg an das Finanzamt nachzureichen. Die elektronische Form der Steuererklärung dient der Vereinfachung und somit auch der Beschleunigung ihrer Bearbeitung.

Portale als Alternative zu ELSTER

Alternativ zu ELSTER gibt es im Internet auch einige kommerzielle Anbieterportale, über die Steuererklärungen online gefertigt werden können. Deren Angebote sind kostenpflichtig, wobei der Nutzen für den Kunden unter anderem in einer Vielzahl von Tipps zur Steuerersparnis bestehen soll.

Warum bekomme ich keine Lohnsteuerkarte mehr?

Seit dem 01.01.2013 gibt es keine Lohnsteuerkarte in Papierform mehr. Sie wurde auf dem elektronischen Wege ersetzt durch die sogenannten "Elektronische LohnsteuerAbzugsMerkmale" (ELSTAM). In ELSTAM sind alle die Angaben enthalten, die bisher auf Ihrer Pappkarte standen, z. B. die Steuerklasse, der Kinderfreibetrag oder die Kirchensteuer. Aktuelle Änderungen in diesen Daten, die sich möglicherweise durch eine Heirat oder die Geburt eines Kindes ergeben sollten, werden über das Melderegister automatisch eingetragen.

Daten online über Id-Nr. abrufbar

Jeden Monat erhalten Sie die Lohnabrechnung für den Vormonat schriftlich von Ihrem Arbeitgeber. Darin sind alle Daten aus ELSTAM enthalten. Wenn Sie Ihre Daten aktuell bei ELSTAM selbst abrufen möchten, dann melden Sie sich im Internet einfach unter https://www.elsteronline.de/eportal mit Ihrer IdNr. an.

Durch die Umstellung von Papierkarten auf die elektronische Lohnsteuerkarte ist für die Stadt- und Gemeindeverwaltungen, die Finanzbehörden, die Arbeitgeber und auch den Bürger vieles einfacher geworden. Eine Zeit- und Wegeersparnis für alle Seiten.

Muss jeder Bürger in Deutschland Kirchensteuer bezahlen?

Nein.

Die Kirchensteuer, die sich in Kirchenlohn- und Einkommensteuer sowie die eher unbedeutenden Steuerarten Kirchengrundsteuer und Kirchgeld gliedert, müssen nur diejenigen in Deutschland steuerlich veranlagten natürlichen Personen entrichten, die Angehörige einer als Körperschaft des Öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaft sind, die gem. Art. 140 GG berechtigt ist, Steuern von ihren Mitgliedern zu erheben und dieses Recht auch in Anspruch nimmt.

Die Kirchensteuer wird von den Landesfinanzbehörden eingezogen, die für diese Dienstleistung eine Entschädigung von den jeweiligen Religionsgemeinschaften erhalten.

Der aktuelle, von Bundesland zu Bundesland minimal variierende, Kirchensteuersatz liegt bei etwa 8,5 % der Einkommensteuer. Von den Finanzämtern werden von Angehörigen folgender Religionsgemeinschaften Kirchensteuern erhoben: Evangelische Kirchen (EKD), Römisch-Katholische Kirche, Altkatholische Kirche sowie einige frei-evangelische und jüdische Gemeinden.

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